Vegan ist zu extrem

massentierzucht

Immer wieder höre ich von den Mischköstler, dass vegan doch viel zu extrem sei. Eigentlich müsste ich hier nichts mehr dazu schreiben, denn das Bild im Titel spricht für sich.
Pflanzen essen ist Extrem, aber Tiere in Massen züchten und schlachten nicht. Eigentlich ist es traurig in was für einer Welt wir leben und wir Menschen uns als die intelligentesten Lebewesen auf der Erde halten aber dann den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

Es war vielleicht mal normal und nicht extrem tierische Produkte zu essen, aber das hat sich die letzten 30 Jahre so extrem verändert. In meiner Heimat gibt es so gut wie keinen Bauern mehr, der Viehzucht betreibt. Vor 20 Jahren war das noch komplett anders. Im Laufe der Jahre konnten die Bauern mit den „modernen“ Viehzuchten nicht mehr mithalten. Der Standard der Viehzucht hat sich zur Massentierzucht hin entwickelt.
Diese Massentierzucht ist unter anderem an den Skandalen BSE (Rinderwahnsinn), Vogelgrippe, Schweinepest usw. schuld. Jedes Lebewesen, das nicht in seinen natürlichen Verhältnissen aufwächst, wird früher oder später krank und da die Tiere dicht an dicht leben müssen, wird schnell die ganze Herde krank, sobald ein Tier daran erkrankt.

Bei uns Menschen ist es doch auch nicht anders. Bekommt ein Kind in der Kita Läuse, Scharlach, die Grippe usw… dann sind sehr schnell so gut wie alle Kinder in dieser Kitagruppe krank und unsere Kinder leben längst nicht in so engen und ungesunden Lebensraum wie die Tiere in der Massentierzucht. Da sind dann Seuchen automatisch vorprogrammiert.
Deswegen gibt man den Tieren Antibiotika, auch in der Bio-Zucht. Denn Antibiotika darf nur nicht mehr als Wachstumsbeschleuniger gegeben werden aber vorbeugend gegen Krankheiten schon und diese Vorbeugung ist, meiner Meinung nach, immer gegeben.

Es wurden aber auch schon mehr als genug Spuren an Antibiotika im Konventionellen- so wie Bio-Fleisch gefunden. Diese Spuren reichen aus, um in unseren Organismus zu wirken, wenn wir dieses Fleisch essen. Das Ergebnis sind dann sogenannte Superviren, ich denke jeder von euch hat die letzten Jahre dieses Wort schon einmal gehört. Superviren sind Viren, die sich so an Antibiotika gewöhnen, so das eine Behandlung mit Antibiotika nicht mehr anschlägt und der Virus sich weiter ausbreiten kann.

Aber das war noch lange nicht die Spitze des Eisbergs. Vitamin D ist das sogenannte Sonnenvitamin, da die Tiere aber kaum noch die Sonne sehen und das halbe Jahr über sowieso kein Vitamin D in Deutschland getankt werden kann, wird den Tieren Vitamin D supplementiert. Das heißt, wir nehmen Vitamin D in Form von Supplementierung auf Umwegen zu uns. Außerdem müsste man sowas wie Lebertran oder Blut trinken um den Vitamin D-Gehalt zu decken. Das haben unsere Vorfahren in der Steinzeit tatsächlich gemacht. Da war es normal, weil dort alle wichtigen Nährstoffe drin sind. Das Muskelfleisch ist das minderwertige Fleisch. Dieses Thema spreche ich bei Mischköstler an, wenn sie mir damit kommen, dass der Mensch schon immer Fleisch gegessen hat.

Aber zurück zum Thema: Vitamin B12 wird den Tieren auch supplementiert, selbst den Kühen die eigentlich Wiederkäuer sind und so auf natürlichem Wege zu B12 kommen könnten, aber vorsichtshalber gibt man es den Tieren trotzdem. Also ist es auch hier wieder eine Supplementierung auf Umwegen.

Denn Mikroorganissmen bilden Vitamin B12. Grob gesagt leben diese Orgnissmen im Dreck. Mit dem Obst, das auf der Erde liegt, den Kräutern, dem Gras usw… wird von den Tieren Dreck mit aufgenommen und dieser enthält Vitamin B12. Die Tiere in der Massentierzucht bekommen nur hochgezüchtetes Viehfutter, auf dem vermutlich nicht mal das Bakterium für die Vitamin B12 Bildung überleben würde.

Das schlimmste Extrem ist das Tierfutter und der Wasserverbrauch. Ein Kilogramm Fleisch benötigt über 15kg pflanzliche Lebensmittel. Würden wir statt dem Fleisch die Pflanzen essen, hätten wir mehr als das 15fache an Lebensmitteln mehr. Das ist auch ein Grund, warum Soja so im Verruf ist. Über 90% des weltweiten Sojaanbaus ist Futter für die Tierzucht. Gerade mal 2-3% von dem Sojaanbau sind für den Konsum des Menschen. Diese Verschwendung von einem Lebensmittel ist für mich Extrem.

 

Beim Wasserverbrauch ist es noch schlimmer: 1kg Reis z.B. verbraucht ca. 3000-5000 Liter, 1kg Rindfleisch dagegen verbrauch ca. 15.500 Liter Wasser.

Da frage ich mich: Was ist hier wirklich Extrem?

 

Ach ja, in der Milch und Eierproduktion läuft es nicht viel anders ab. Vor allem weil für Eier die männlichen Küken nicht gebraucht und lebend in den Schredder geworfen werden. Ist das nicht Extrem?
Um Milch zu bekommen, muss man eine Kuh mindestens einmal im Jahr schwängern. Da die Milch für die Kuh ist, wird das Kalb der Mutter entzogen und landet dann als Kalbfleisch im Supermarkt. Viele reden hier von Vergewaltigung. Ich denke mir nur: Welche Frau möchte jedes Jahr gegen ihren Willen geschwängert werden, dann wird ihr das Kind weggenommen und sie wird an eine Melkmaschine gehangen um Milch für eine andere Rasse zu produzieren.

Es wurde bereits erwiesen, dass Kühe eine sehr starke emotionale Bindung zu ihrem Kind aufbauen und das bereits in der Schwangerschaft. Mutterkuh und Kalb leiden schwer unter der Trennung. Ist das nicht Extrem?

 

Ach ja, wenn die Tiere ihren Nährstoffbedarf mit Pflanzen abdecken können, dann können wir Menschen das auch.

 

Daher denkt bitte mal nach, welche Extreme sich in unsere Gesellschaft geschlichen haben, welche wir für normal betrachten. Vegan wirkt nur extrem, da es durch unsere Erziehung uns so beigebracht wurde.

 

LG
Euer Stefan

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