Vegane Kinder sind zu klein?

vegan ist ungesund

Aus aktuellen Anlass schreibe ich auch mal ein paar Worte zu dem Thema.

 

Vermutlich hat der ein oder andere es von euch schon mitbekommen das die Presse anhand von Studienergebnissen das Thema extrem breitgetreten hat, das vegane Kinder zu klein sind.
Wenn man aber genauer hinschaut, fallen einem einige Ungereimtheiten auf. Aktuell wurden nicht einmal 400 Kinder untersucht und von diesen 400 Kindern waren gerade mal 150 Kinder vegan. Von diesen 150 veganen Kindern sind 10%, also 15 Kinder zu klein. Bei den Vegetariern sind es 6% und bei den Mischköstlern waren keine Kinder zu klein. Lediglich 3% der Mischköstler sind übergewichtig.

Meiner Meinung nach sind diese Zahlen nicht repräsentativ. Die Anzahl der Kinder ist viel zu niedrig um sagen zu können, ob es wirklich an der Ernährung liegt.

Ich habe auch mal aus Spaß auf Instagram eine Umfrage gemacht. Das Ergebnis ist, das 2 von 10 veganen Kindern zu klein waren und 1 von 8 Mischköstlerkindern zu klein ist.

Die Frage ist jetzt, wie wahrheitsgemäß bei meiner Umfrage teilgenommen wurde. Oder ob einfach, welche etwas angegeben haben, was nicht stimmt. Das gleiche Problem besteht aber auch bei der Studie, denn die Eltern bekamen alles per Email zugeschickt. Diese mussten alles selbst ausfüllen und mussten alle Daten wieder per Email zurückschicken. Keine Bestätigung vom Arzt, keine Kontrolle ob es das Kind überhaupt gibt und keine Kontrolle ob die Eltern die Ernährung wahrheitsgemäß dokumentieren oder vielleicht etwas vergessen.

Genau so ist es lustig, warum bei mir von nur 9 Mischköstlerkindern bereits 1 zu kleines Kind dabei war und bei der Studie kein einziges zu klein war, obwohl die Anzahl viel höher ist.

Das beweist doch nur, wie wenig aussagekräftig beide Umfragen sind. Purer Zufall ob zu kleine Kinder mit dabei sind und ob die Daten alle richtig angegeben wurden. Alleine beim messen der Körpergröße kann man so viele Fehler machen.

Interessant ist auch noch, dass bereits jetzt schon Ergebnisse veröffentlicht wurden, dabei wurde die Studie noch nicht mal komplett ausgewertet. So zum Beispiel wurde noch nicht ausgewertet wie die Körpergröße der Kinder im Zusammenhang mit dem Stillen oder der Flasche steht. Es gibt offiziell zwei verschiedene Wachstumsdiagramme, und zwar aufgeteilt nach Still- und nach Flaschenkindern. Weil Flaschenkinder durch die Wachstumshormone in der tierischen Milch definitiv schneller wachsen.

Ich aber frage mich, ob das wirklich gut ist. Unsere Genetik bestimmt eigentlich wie groß wir werden und durch artfremde Milch greifen wir aktiv in unsere Genetik ein. Für mich ist das nicht mehr normal und definitiv auch nicht gesund. Es ist ein aktiver Eingriff in unsere körperliche Entwicklung.

Von daher gebe ich gerne zu das vegan ernährte Kinder kleiner sein können als nicht vegane Kinder.
Mich stört nur der Ausdruck „zu“ klein. Kleiner ja, aber zu klein? Zu klein ist man doch dann, wenn man körperlich eingeschränkt ist und außer das man bei Konzerten weniger sieht, hat man meiner Meinung nach, keine körperlichen Nachteile :D.

Nichtsdestotrotz: Die Überschriften der Medien entsprechen nicht der Aussagen der Studie. Darin wird sogar noch betont, dass eine vollwertige vegane Ernährung bei kleinen Kindern möglich sei. Außer Vitamin D und Vitamin B12, aber diese zwei Nährstoffe betreffen auch die vegetarischen und mischköstler Kinder. Zudem wurden bei der Studie keine Bluttests durchgeführt, somit wurde die Aussage über Vitamin D und Vitamin B12 einfach mal pauschal in den Raum gestellt.

Am besten ihr lest euch die Artikel aufmerksam durch und ihr werdet schnell feststellen, dass die Studie sich für eine vegane Ernährung ausspricht, nur es wird dann immer die Schulmedizin mit einbezogen und diese lehnt eine vegane Ernährung bei Kindern vehement ab. Aber diese Aussage hat nichts mit der Studie zu tun.

Denn in jedem Artikel steht geschrieben wie z.B.: Die Autoren der Studie kommen zu dem Schluss, „dass auch eine vegane oder vegetarische Ernährung im Kleinkindalter bedarfsdeckend sein kann, wenn auf eine ausreichende Zufuhr von Nahrungsenergie und kritischen Nährstoffen, insbesondere Vitamin B12, geachtet wird“.

Also ein absoluter Widerspruch von Überschrift und zitiertem Inhalt von den Verantwortlichen der Studie.

Schade, denn so werden alleine durch Unwahrheiten Eltern verunsichert welche anhand solcher Aussagen angst haben ihre Kinder vegan zu ernähren. Mal ehrlich: Gemüse und Obst ist gesünder als ein Antibiotikasteak voll mit genmanipulierten Soja und Stresshormonen.

Deswegen lasst euch nicht verunsichern liebe Eltern und liebe zukünftige Eltern.

Es ist nur wichtig sich gut zu informieren. Denn um sich vegan und vollwertig zu ernähren, reicht das normale Wissen nicht aus. Man braucht leider mehr Wissen und ich hoffe eines Tages wird dieses Wissen als normal betrachtet und überall gelehrt. Bis dahin müssen wir uns noch selbst informieren.
Ich selbst versuche, euch bestmöglichst aufzuklären.

 

 

In diesem Sinne: STAY VEGAN, BE VEGAN

 

Liebe Grüße
euer Stefan

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